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Das MONSTERHUHN

Passend zu Halloween will ich euch heute die Geschichte unseres 5 Monate alten Huhns erzählen. Wir Männer haben das letzte Rezept aus der Gemüse-Abteilung zwar mit Spannung gelesen – aber Gemüseschnetzel… Naja…

Wie in einem unserer letzten Beiträge erwähnt müssen wir uns von einem Huhn verabschieden, dass nun bereits seit 5 Monaten in unserem Garten lebt. Die Schlachtung selbst haben wir dabei jedoch einem Profi überlassen, um zu vermeiden dass das Tier unnötig leidet.

Frisch geschlachtetes Huhn

 

Alle weiteren Schritte wollten wir jedoch selbst erleben und so machten wir uns an die Arbeit. Heißes Wasser wurde vorbereitet, da sich die Federn damit leichter entfernen lassen, und wir starteten mit dem „Rupfen“ des Huhns. (Wenn man(n) das zum ersten mal macht eignet sich eine Flasche Wein optimal, um den eigenen Grausen zu beherrschen 😉 )

Huhn beim Rupfen
Huhn beim Rupfen

Nach zirka einer halben Stunde war das Huhn soweit „nackig“ dass wir mit dem ausnehmen beginnen konnten. Dabei ist es vor allem wichtig, die inneren Organe nicht zu sehr zu verletzen – vor allem die Gallenblase würde sich dafür rächen! Ansonsten lautet die Devise einfach: „Raus damit!“ Um uns die Arbeit etwas zu erleichtern haben wir beschlossen das Huhn anders als im Geschäft üblich weiter aufzuschneiden, da es später ohnedies aufgeschnitten wird.

Huhn vor dem Ausnehmen
Huhn vor dem Ausnehmen

Spätestens bei diesem Foto wird euch auffallen, dass das Huhn etwas größer ist als die meisten anderen, die man mit zirka einem Kilo im Geschäft bekommt. Fertig ausgenommen hat es stolze 4,3 Kilo auf die Waage gebracht!

Huhn nach dem Ausnehmen
Huhn nach dem Ausnehmen

Kurz haben wir Bedenken gehabt, ob das Huhn denn überhaupt noch zum Braten geeignet sei, doch mit Blick auf die komplett fettfreie Riesen-Brust haben wir uns auf die klassische Zubereitung geeinigt. Dazu wurde es wegen der stattlichen Größe gespalten aufgelegt um die Garzeit zu reduzieren.

Fertiges Brathuhn
Fertiges Brathuhn

Als es dann am Tisch stand wurde erst das wahre Ausmaß dieses Monsters deutlich – genug für 8 Personen! Und was dabei noch viel wichtiger ist – es war das geschmacklich Beste Huhn das wir je gegessen haben. Und glaubt uns, das waren schon einige 😉

Rückblickend können wir sagen – es war ein Erlebnis das jeder Fleischesser einmal durchleben sollte, um das „Produkt Fleisch“ wieder zu schätzen. Nicht jeder kann sich zuhause selbst Hühner halten – wenn es jedoch möglich ist, ist es die Fleischqualität und die Gewissheit einem Huhn ein glückliches Leben geschenkt zu haben sicherlich wert!

Happy Halloween und bis bald!

Euer Fleisch-Team

Wer kennt Turducken?

Auf der Suche nach passenden Rezepten für das Huhn sind wir auf ein sehr interessantes gestoßen: ein Turducken.

http://www.grillsportverein.de/forum/attachments/kugelgrill/29712d1261775596-turducken-am-niederrhein-img_0958.jpg
Turducken mit Speckstreifen

Das Wort Turducken setzt sich aus TURkey, DUck und chiCKEN zusammen und so wird es auch zubereitet. Es wird also ein Truthahn mit einer Ente gefüllt, die Ente ist dabei jedoch bereits mit einem Huhn gefüllt worden. Um den Platz auch optimal auszunutzen wird in jeder Lage auch eine zusätzliche Füllung aufgebracht. So kommt man auf einen Gesamtbraten von ca. 15 kg – also genug für 20 bis 30 Leute!

Weil wir gerade weder eine Pute, eine Ente noch 30 Leute zum essen haben, werden wir unser Hühnchen wohl eher auf konventionelle Art zubereiten – den Turducken behalten wir aber auf alle Fälle im Hinterkopf! 🙂

Für alle die jetzt Appetit bekommen haben -> HIER gehts zum Rezept

Viel Spaß beim Nachkochen!

Euer Fleisch-Team

Warum müssen Hühner mit 5 Wochen schon auf den Grill?

„Vor 50 Jahren brauchte ein Huhn zwei Monate, um mit gut einem Kilogramm Gewicht geschlachtet zu werden. Heute frisst es sich in Riesenställen quasi unter Dauerbeleuchtung in 33 Tagen auf 1,6 Kilo. “ (Der Spiegel, 7/2011)

Wir – also besser gesagt die Fleisch-Abteilung unseres Blogs – haben uns auf den Weg gemacht und ausprobiert, wie alt ein Masthuhn wirklich werden kann. Und wir haben Erstaunliches erlebt!

Wir haben die Mastküken mit wenigen Tagen direkt vom Bauern gekauft – und nun laufen sie schon seit 5 Monaten glücklich im Garten! Leider ist jetzt der Punkt erreicht an dem sie zu schwer für ihre Füße geworden sind und sich sichtlich schwer bei der Bewegung tun, auch wenn sie stattlich aussehen!

Huhn mit 5 Monaten
Huhn mit 5 Monaten

Der Zeitpunkt für den Grill ist also nahe – jetzt wird sich zeigen ob sie nur ein längeres Leben oder auch ein besseres Fleisch haben 😉

– Stay tuned!

Euer Fleisch-Team!